Reverse OSINT: Was weiß das Internet über DICH?
Die meisten Menschen nutzen OSINT, um Informationen über andere zu finden. Doch die mächtigste Anwendung für dich selbst ist Reverse OSINT (auch bekannt als Self-Doxing). Dabei drehst du den Spieß um und ermittelst gegen dich selbst, um Sicherheitslücken zu schließen, bevor es Cyberkriminelle tun.
Der 3-Schritte-Leitfaden zum De-Doxing
Schritt 1: Die "Angreifer-Perspektive" einnehmen
Suche nach dir selbst, aber wie ein Profi. Nutze Inkognito-Fenster und verschiedene Suchmaschinen.
Google Dorking auf den eigenen Namen: Suche nach
"Vorname Nachname" + "Wohnort"oder"Vorname Nachname" + filetype:pdf, um vergessene Dokumente (wie alte Vereinslisten oder Schulzeugnisse) zu finden.Benutzernamen rückwärtsverfolgen: Gib deine typischen Nicknames bei Tools wie WhatsMyName.app ein. Du wirst überrascht sein, auf welchen alten Foren du noch registriert bist.
Schritt 2: Bild- und Kontaktdaten-Check
Profilbilder prüfen: Lade deine aktuellen Social-Media-Profilbilder bei der umgekehrten Bildersuche von Google oder TinEye hoch. Wo tauchen sie überall auf?
Datenpannen kontrollieren: Überprüfe deine E-Mail-Adressen und Telefonnummern auf HaveIBeenPwned.com. Wenn deine Daten in einem Leak auftauchen, sind sie für jedermann im Darknet einsehbar.
Schritt 3: Daten löschen lassen (De-Doxing)
Alte Accounts löschen: Nutze Plattformen wie justdelete.me, um herauszufinden, wie du dich von alten Konten dauerhaft abmeldest.
Google-Löschantrag: Du kannst bei Google beantragen, dass persönliche Daten (wie deine Telefonnummer oder private Bilder) aus den Suchergebnissen entfernt werden.
Datenhändler (Data Broker) blockieren: Firmen im Internet sammeln und verkaufen deine Daten. Dienste wie Incogni oder DeleteMe helfen (teilweise kostenpflichtig), dich von diesen Listen streichen zu lassen.